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Erwachsene (adulte) Vögel sind oftmals sehr scheu und reagieren heftig und panisch auf den menschlichen Kontakt. Darauf muss besonderes Augenmerk gelegt werden.Lassen Sie nicht zu, dass sich zu viele Menschen oder ihre Haustiere in die Nähe des Vogel begeben. Setzen Sie das Tier in einen ruhigen, tageshellen und nicht allzuwarmen Raum, der wenig benutzt wird. So hat der Vogel seine nötige Ruhe.

 

Unterbringung erwachsener Vögel

Adulte Vögel sind an das Leben in freier Natur angepasst, d.h. Gefangenschaft bedeutet auf jeden Fall Stress und sollte so kurz wie möglich sein. Die Unterbringung richtet sich nach Größe des Vogels sowie notwendige Manipulationen. Vögel, die z.B. nur durchmausern müssen oder Fitness nach überstandener Krankheit wiedererlangen sollen, sind am besten in einer naturnahen, sauberen Voliere untergebracht. Tiere, die täglich behandelt werden müssen oder sich nicht viel bewegen dürfen, müssen sich mit wenig Raum zufrieden geben.

Dabei sind nur glattwandige Behältnisse zu benutzen, handelsübliche Käfige aller Art sind unbrauchbar, da die Vögel sich am Gitter das Gefieder beschädigen oder sogar schlimme Verletzungen davontragen können. Gute Dienste leisten hierfür Kleintiertransportboxen aus Kunststoff oder größere textile Tiertransportbehälter mit seitlichen Gazefeldern.

Die Einrichtung wird nach der Art der Erkrankung bestimmt. Stets ist Sauberkeit das oberste Gebot.

 

Fütterung erwachsener Vögel

Erwachsenen Vögel nehmen i.d.R. das Futter selbständig auf, wenn sie dazu in der Lage sind. Sehr wichtig ist die Bestimmung der Art, um das richtige Futter anzubieten.

Am einfachsten sind die Körnerfresser:

Buchfink, Bergfink, Birkenzeisig, Bluthänfling, Erlenzeisig, Sperlinge, Kreuzschnäbel, Dompfaff, Girlitz, Goldammer, Stieglitz, Grünfink u.a. Man erkennt dies Vögel am kurzen, breiten und kräftigen kegelförmigen Schnabel (mit Ausnahme des Kreuzschnabels, wie der Name schon sagt). Angeboten werden kann: Exotenfutter, Kanariensaat, Wellensittichfutter. Für größere Arten kann man Papageienfutter oder Taubenfutter reichen, zur Not Sonneblumenkerne oder Winterstreufutter. Im gut sortierten Zoofachhandel gibt es für die einzelnen Waldvogelarten die richtige Futtermischung zu kaufen. Wichtig ist auch Grünfutter: Vogelmiere, Löwenzahn, Hirtentäschelkraut, Obstbaumknospen (ungespritzt!), Zweige mit Blättern oder Knospen von Buche, Hasel, Birken, Gurke, Äpfel, Birnen, Trauben. Vogelgritt erleichtert die Verdauung des Körnerfutters. Zusätzlich hat sich das Anbieten eines Waldvogel-Eifutters (z.B. Firma Orlux) bewährt. Wasser muss auch angeboten werden.

 

Ausgewachsene Insektenfresser sind anspruchsvoller. Einige, wie Drosseln und Stare, nehmen außer Insekten auch andere Dinge wie Obst und Beeren zu sich. In Gefangenschaft gibt man ein gutes Fertig-Insektenfutter (z.B.Firma Claus) sowie Beoperlen und ergänzt es mit Tiefkühl - oder Lebendinsekten aus dem Fachhandel.

Rotschwänzchen und Heckenbraunellen, Grasmücken und Rotkehlchen akzeptieren auch Beeren und Insektenweich­futter zusätzlich zu den Insekten.

Reine Insektenfresser dagegen sind Laubsänger, Schwalben und Mauersegler. Diese Vögel dürfen ausschließlich mit Lebendinsekten oder aufgetauter Frostware wie Heimchen und Mehlwürmer gefüttert werden. Mauersegler bekommen ausschließlich Heimchen, Drohnenbrut, Wachsmottenlarven, aber keine Mehlwürmer. Fertigfutter erzeugt bei ihnen gesundheitliche Probleme.

Spechte ernährt man mit Insekten, Beeren, Sämereien und Obst und sie nehmen in menschlicher Obhut auch Fertigfutter auf.

Rabenvögel sind Allesfresser. Sie ernährt man mit Insektenfutter, (gekochtem) Ei, Hühnerherzen, Obst, Beoperlen, magerem Rindfleisch oder Geflügel, Hunde - oder Katzenfeuchtfutter ist nicht geeignet, denn es löst gesundheitliche Probleme aus.

Insekten- bzw. Weichfresserfutter gibt es von den Firmen Orlux, Versele Laga, Claus etc und ist in allen guten Zoofachgeschäften zu erwerben.

Lebende Insekten oder Frostware gibt es im Zoohandel oder im Versandhandel, bzw. direkt beim Erzeuger. Fliegenmaden und Regenwürmer (für Drosselartige) sind im Angelbedarf erhältlich.

Die Größe der Futtertiere muss natürlich der Größe des Vogels angemessen sein. Die kleinsten Futterinsekten sind Essigfliegen (für Goldhähnchen), Pinkies, Maden und Buffalos sind überbrüht zu reichen. Mehlwürmer als alleinige Futtermittel sind nicht geeignet. Grillen, Heimchen, Heuschrecken, Wachsmottenlarven, Drohnenbrut und vieles mehr können den Futterplan ergänzen.

Frostware muss nachvitaminisiert werden, z.B. mit Korvimin, Nektron etc.

Statt Futtertiere ist auch folgende Mischung verwendbar:

Magerquark kochen und auspressen; Eigelb, hart gekocht, Zwieback, fein zerkrümelt, Vitaminmischung. Das alles zu einer krümeligen Masse verarbeitet, ist im Kühlschrank einige Tage haltbar und man kann es sogar portionsweise einfrieren. Nicht alle Vögel fressen die Mischung auf Anhieb, deshalb gibt man ein paar lebende Insekten wie Mehlwürmer oder Buffalos dazu.

                                                                                                                                                                                                  

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