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Die Auffangstation

Auf etwa 3500 qm Wiesengrund am Waldrand gelegen ist die Wildvogelstation entstanden, bzw. wird noch ausgebaut. 5 große und einige kleine Volieren bieten den Vögeln zur Zeit Unterkunft. Eine große Wiese wird von Wasservögeln tagsüber als Aufenthalt genutzt. Ein extra eingerichtetes Vogelhaus gibt kranken und verletzten Vögeln, die nicht volierentauglich sind, einen ruhigen Platz in den verschiedenen Pflegeboxen und in kleinen Volieren. Dazu haben wir eine temperierte Kükenaufzuchtbox, wo selbst nackte Nestlinge aufgezogen werden können. Wir sind also gerüstet für Vogelarten aller Art und Größe.

 

 

Hab ein schönes Leben! Pauline läßt einen wieder gesunden Eichelhäher frei.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            

Sinn und Zweck der Auffangstation ist es, verletzte, erkrankte oder verwaiste Wildvögel aufzunehmen, sie zu pflegen und anschließend wieder auszuwildern. Die Auswilderung ist erste Priorität! In einigen Fällen ist eine Auswilderung nicht möglich. Dann wird geprüft, ob dem Vogel ein Leben in Menschenhand und artgerechter Haltung zuzumuten ist. Ist das möglich, wird das Tier den Behörden angemeldet und ggf. beringt. Anschließend wird es einem sachkundigen Vogelhalter überlassen oder verbleibt in der Station.

Die Natur regelt das alleine - warum so viel Mühe?

In Anbetracht des fortschreitenden Artenschwundes sehen wir die Pflege von verletzten und verwaisten Wildvögeln als notwendigen Beitrag zum Artenschutz an.

Wie schon eingangs erwähnt, leiden unsere Wildtiere massiv unter dem Einfluss von Menschen. Nur noch selten bekommen wir Vögel in die Station gebracht, die tatsächlich an einer natürlichen Ursache erkrankt sind - wie etwa Infektionen.

Die meisten Fälle sind Katzenopfer, dicht gefolgt von Fensterschlag und Straßenverkehrsopfer. Größere Vögel hängen im Stacheldraht und Wasservögel verletzen sich häufig an achtlos liegengelassenem Angelutensil. Windkraftanlagen und Überlandleitungen sind Todesfallen besonders für große Vögel. Oft werden sie schwerverletzt dort aufgefunden. Schussverletzungen, Tritte und Schläge sowie Vergiftungen sind weitere Gründe, durch die Vögel in Not geraten und so eine Behandlung und Aufenthalt in der Station notwendig machen.

Desweiteren müssen wir uns jedes Jahr um die Flut der vermeintlich elternlosen Vogeljungen kümmern - auch wenn die Vogelkinder oft gar nicht so hilflos waren wie der Finder gedacht hatte. Hier müssen wir sehr viel Aufklärungsarbeit leisten und die Menschen davon überzeugen, dass ein auf dem Boden sitzender, aber befiederter Jungvogel ganz normal ist. Viele Menschen sind der Natur entfremdet und kennen deren natürliche Abläufe nicht mehr, dafür machen alte Ammenmärchen unausrottbar die Runde!

Etwas anderes ist es, wenn z.B. Nester vom Sturm aus dem Geäst geschüttelt werden, Katzen die Vogeleltern wegfangen oder ein anderes Unglück die jungen Vögel heimsucht. Hier ist schnelle Hilfe oft lebensrettend.

Natürlich könnte man der Natur ihren Lauf lassen. Aber wer sieht schon gerne Tieren beim Sterben zu. Das geht oft gar nicht so schnell sondern zieht sich über Tage, manchmal sogar Wochen hin. Verletzte oder kranke Vögel verstecken sich, wenn sie dazu in der Lage sind und siechen lange vor sich her. Selbst einem todkranken oder schwerstverletzten Vogel kann man noch helfen: indem man sein Leiden abkürzt und ihn beim Tierarzt euthanasiert.

 

 

      

Junge Grünfinken in der Aufzuchtbox

 

Amselnestinge in der Aufzuchtbox

 

junge Mauersegler

 

Wir können nicht alle retten! Etwa 25 - 30 % aller Vögel, die zu uns kommen, können wir nicht helfen. Denn wird ein Vogel auffällig, ist es meist schon 5 vor 12! Hier sind die Verletzungen oft so groß, die Erkrankungen zu schwer oder die Vogeljunge schon seit Stunden ausgekühlt. Trotzdem haben wir immer wieder Wunder erlebt! So manchens aufgegebene Tier konnte mit intensivem Einsatz gerettet werden. Umso schöner, wenn wir es dann wieder in die Freiheit entlassen können!

Und nicht zuletzt: ein gebrochener Flügel z.B. bereitet einem Vogel genausolche Schmerzen wie für uns Menschen ein gebrochener Arm! Wir Menschen dürfen uns auch gegenüber unserer wilden Mitgeschöpfe barmherzig und hilfsbereit zeigen.

 

      

Winterstorch 2010

 

Der erschöpfte Kranich wurde hier erst mal wieder auf die Beine gestellt, bevor er in eine spezielle Auffangstation transportiert wurde

 

mit ganzem Körpereinsatz wurde der hilflose, durch Flügelkupieren flugunfähige Schwan aus der Matsche eines mitten im Wald gelegenen und abgelassenen Teiches geholt.

 

Sind die Vögel wieder gesund oder selbständig, werden sie in einer unserer Freiflugvolieren untergebracht In den Volieren können die Vögel ihre Fitness aufbauen oder etwas über das Leben in der Freiheit lernen. Hier können sie zusammen mit Artgenossen ihr Verhalten trainieren. Von dort werden sie dann ausgewildert, indem eine Klappe geöffnet wird oder der Vogel dorthin gebracht wird, wo er gefunden wurde. Das geht aber nur bei erwachsenen Tieren, die wir in ihr Revier zurückbringen.

 

      

Angelhaken im Silbermöwenschlund: der Vogel war bis auf die Knochen abgemagert.

 

Und tschüss! Hier wird die Möwe wieder am Siegufer freigelassen. So kann sie zu Rhein zurückfliegen.

 

Junger handaufgezogener Reiher, der sich noch ein Weilchen täglich seine Portion Fische abgeholt hat.

 

Manche bleiben aber auch da: Hühnerküken, zahme Schwäne, Zierenten, Zuchtfasane, Sittiche und andere Zier- und Nutzvögel landen auch oft bei uns. Sie werden häufig orientierungslos und geschwächt irgendwo aufgefunden. So ein junger Hahn inmitten der Kölner Fussgängerzone vor einem bekannten Schnellimbiss, eine Pommerngans mitten im Wald, ein zahmer Zierentenerpel auf einem Parkplatz eines Kölner Baumarkts. Meist werden sie später in gute Hände weitervermittelt.

 

      

ganz winzig: kleine Zaunkönige

 

handzahmer Trauerschwan

 

Wer bin ich? Ein im Wald gefundenes Hühnerküken

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                        

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